Narziss Echo – Note on myth and metamorphosis

In the myth there is no development; but there is transformation. This change without progress is essential to our artistic search for working with time as space, our interest in making pieces with a beginning and an end but beyond narration.

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Narziss Echo | Chiaroscuro | stillshot

The myth of Narcissus and Echo (as it is told by Ovid in his Metamorphoses) deals with the relation of image and word, look and voice; love, pain and death, unity and separation are in this complementary and impossible relation between two senses. Although famous as the myth of self-relation par excellence it confronts us with otherness and alterity: Narcissus falling in love with someone he does not recognize as being himself until the moment when he realizes that the image does not speak; Echo transforming the words of others into her own and becoming the space of transformation as such: a cave. The myth of Narcissus and Echo echoes Plato’s allegory of the cave by transforming it from a place about vision, knowledge and exit into a space of sound, love and reception.

For Narziss Echo – linking only the names, leaving the relations between them open to all directions – we take the myth in its spatial and relational aspects: Narcissus as centre, Echo as being everywhere; Narcissus as vision and reflection, Echo as sound and resonance.

Narziss Echo – Note on the dance, the voice and the image

Narziss Echo consists of movement and voice. Inspired by Caravaggio’s Narcissus (1597–99) and its tension between attraction and levitation the dance is centered on the look: looking on oneself, looking outside (horizontal), looking upside (vertical), looking at others; at the same time looking and being looked at, (not) getting in (eye) contact. Looking is a way of relating to oneself and to others and this relation is choreographed and exposed in the movement. It is so not only on the side of the dancer and his looking/being looked at but also on the that of the audience who is looking at the performer but also looking at itself: The elliptic space and the distance between the chairs expose the audience members and make them visible for each other.

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Caravaggio | Narcissus | 1597–1599

The corresponding element in the monologue is the pause. The rhythm of speaking is organized on the pause as space and not as a break-up and interruption. The monologue pauses in moments when the text opens up in all directions – nothing and/or anything could come now, the pause gives space. Thus the monologue relates to others: it is not addressing the audience, it is not directly speaking to it but it is giving space to it.

Both, the solo and the monologue, are traditional ways of aesthetic self-relation. In Narziss Echo they are exposed in their respective qualities of being relations to others. They do not enter into a dialogue between each other but rather create different spaces of contact with and resonance of/for the audience.

In the beginning and in the middle the performance is transformed. The solo becomes an image, two videos frame the choreography; they show the dancer moving in two different spaces. As part of the piece the video image is not an image of space, it is an image in space: it opens up another space, an outer space right here in the installation to which it belongs.

Narziss Echo – Premiere 16.3.2017 imagetanz Festival

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Narziss Echo, Modellansicht

EINE RAUMCHOREOGRAPHIE VON MORITZ MAJCE UND SANDRA MAN

»Nach ihrer letzten Arbeit Festung / Europa setzen Moritz Majce und Sandra Man mit Narziss Echo ihre Suche nach einer anderen Art des Zuschauens fort. In einer interdisziplinären Raumchoreographie mit Elementen aus bildender Kunst, Tanz und Theater benutzen die beiden Künstler den Mythos des Narziss als Quelle für ein Wechselspiel aus Hören und Schauen, das über Selbstsuche und Identifikation hinausgeht.« (brut Wien)

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Narziss Echo, Stillshot

Spätestens seit Trump globalisiert sich das Um-sich-selber-Kreisen des Individuums, der Narzissmus als totaler Selbstbezug ist die symptomatische Krankheit der Gegenwart. Der Mythos von Narziss ist das Porträt eines jungen Mannes, der sich in sein Spiegelbild verliebt und daran stirbt. Er ist auch die Geschichte der Nymphe Echo, die nur antworten kann. Sie verliebt sich in Narziss und wird von ihm zurückgewiesen. In ihrem Schmerz verwandelt sie sich in eine Höhle, in der jeder Klang widerhallt. Zum Narzissmus gehört die Echokammer.

 Resonanz und Reflexion, Blick und Stimme, Wort und Bild, im Mittelpunkt und überall sein sind die Bezüge eines Mythos, den wir als Quelle für ein Wechselspiel aus Hören und Schauen verwenden. Der totale Selbstbezug löst sich auf, zwei Sinnesräume öffnen sich.

RAUMCHOREOGRAPHIE: Moritz Majce + Sandra Man RAUM: Moritz Majce TEXT: Sandra Man STIMME: Christine Börsch-Supan TANZ: Charlie Fouchier

Choreographie gemeinsam mit Charlie Fouchier
Komposition gemeinsam mit Christine Börsch-Supan

Eine Koproduktion von Moritz Majce + Sandra Man mit imagetanz/brut Wien und Tanzfabrik Berlin. Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA 7) und des Hauptstadtkulturfonds Berlin (HKF).

Dank an Nir Vidan und Enrico L’Abbate für die gemeinsame Arbeit am Tanz und an E35 Shop (www.e35shop.com) für das Outfit für Charlie Fouchier.

Premiere: 16. März 2017, 19 Uhr (Theatersaal Bohemia)
Weitere Aufführungen: 17. und 18. März 2017, jeweils 19 Uhr

Online Ticket kaufen

brut Wien • Karlsplatz 5 • 1010 Wien
Tickets: 16 € / 12 € / 8 € • www.brut-wien.at • (01) 587 87 74

Raumchoreographie und Sprache

Raumchoreographie ist ein bestimmtes Verhältnis zum Schreiben, zum Sprechen und zum Text. Im Unterschied zum Theater ist der Text nicht Ausgangspunkt der Arbeit, sondern Teil von ihr; dennoch beansprucht er einen eigenständigen literarischen Status. Sprechen bzw. Stimme ist Material und Bewegung, nicht Spiel und Rolle. Inhaltlich und formal ist das bisher für Raumchoreographien entwickelte Schreiben lyrisch.

Einer der Gründe, warum wir angefangen haben, uns für Choreographie zu interessieren, war die Suche nach einer anderen Art des künstlerischen Schreibens und des Umgangs mit Sprache und Text. Und zwar nach einer Art, die primär und von Anfang an räumlich ist und spezifisch für die jeweilige Arbeit; das Schreiben dauert so die ganze Zeit der Stückentwicklung über an, der finale Text existiert nicht vor dem Stück: Er ist in Relation zu allen anderen Elementen und ändert sich mit ihnen mit.

Sprechen und Stimme denken wir als Weisen des sich-Bewegens: als Zusammenspiel von Atmung, Muskeln und Hohlräumen in einem Körper und als Schwingungen zwischen Körpern.

Lyrisch sind die bisher für Raumchoreographien geschriebenen Texte, weil sie wesentlich von Klang und Rhythmus bestimmt sind. Inhaltlich erschließen sie einen Welt-Raum aus organischen und anorganischen, animalischen, menschlichen und kosmischen Körpern in permanenter Transformation.

Eine raumchoreographische Sprachpraxis ermöglicht jenseits von Drama und Post-Drama Schreiben für und Sprechen auf der Bühne, das sich nicht an Fragen von Spiel, Rolle und Figur abarbeitet, sondern woanders ansetzt: im und zwischen Körper(n), im Raum, in den Bezügen und nicht in den Subjekten.

Narziss Echo (4)

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Dreharbeiten, Charlie Fouchier

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Dreharbeiten, White Space Box

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Dreharbeiten, Charlie Fouchier

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Dreharbeiten, Chiaroscuro

Choreographie als Raumkunst

I


Wir sehen und machen unsere Arbeiten als Choreographien, verstehen Choreographie aber als Raumkunst. Damit wollen wir sagen, dass wir nicht von einem tanzenden oder sich bewegenden Subjekt ausgehen, sondern Raum, räumliche Bezüge für uns im Vordergrund stehen. Wir nehmen in unserer Praxis ernst, dass Dasein ein sich bewegendes und bewegtes, relatives und relationales miteinander-Sein ist. Wir arbeiten an Bezügen in einem Körper, zwischen Körpern, zwischen Körpern und anderem, z.B. technischen Geräten oder Objekten; wir arbeiten an Wahrnehmen (Hören, Sehen, Fühlen), sich bewegen/bewegt-Werden, Sprechen, Schauen als Weisen und Kräfte des sich Öffnens und sich aufeinander Beziehens.

»Choreographie als Raumkunst« ist weniger Definition als offene Richtung eines gegenwärtigen Suchens und Forschens. Nicht nur wir interessieren uns choreographisch für Raum und/als Bewegung, viele Arbeiten im Grenzbereich von bildender und darstellender Kunst tun das und verändern aktuell sowohl die Sicht darauf, was Installation oder Skulptur heißt, wie auch die auf das, was eine Bühne und ein Zuschauerraum ist. Sie gehen in beiden Künsten über herrschende Dispositive von (Objekte) Ausstellen und (Subjekte) Aufführen hinaus.

Diese Transformation schließt auch die Rezeption mit ein. Wenn Choreographie als Raumkunst verstanden und gemacht wird, stellt sich die Frage, wie Zuschauen? Wenn kein Stück als Gegenüber gezeigt wird, es nicht um das geht, was im (Bühnen)Raum stattfindet, sondern um Tanzen, sich Bewegen, Sprechen, Schauen usw. als Material und als sinnliche Materialität der räumlichen Bezüge selbst, dann bringt das ein anderes Dabeisein und Zuschauen hervor als z.B. eine Theatervorstellung. Das Schauen, das zu einer so gemachten Arbeit gehört, hat mehr vom z.B. in der bildenden Kunst geübten kontemplativen oder meditativen Blick; es gleicht eher einem »Mitschauen«, einer bestimmten Art von sich-Versenken als einem das Gegenüber in den Blick nehmenden Zuschauen.

II

Mit Raum meinen wir sich-Beziehen, mit Bezug meinen wir Bewegung. Daher nennen wir unsere Arbeiten Raumchoreographien. Wir versuchen, das sich-Beziehen-auf primär zu sehen und entsprechend zu arbeiten. Wir arbeiten nicht mit etwas – einem Text, einem Konzept –, den wir inszenieren oder das wir umsetzen. Wir beginnen mit Räumen als Tun: In Festung / Europa haben 28 Menschen zusammen und jeweils mit ebenso vielen Wandelementen hantiert und in monatelangen Proben Bewegungen zwischen statisch und dynamisch gefunden; daraus ist schließlich ein Raumrhythmus entstanden, der aufgeführt wurde und dabei die BesucherInnen miteinschloss. In Echos Narziss arbeiten wir mit dem Tänzer Charlie Fouchier am Mittelpunkt als Selbstbezug und an Schauen als sich und andere bewegen; mit der Sängerin Christine Börsch- Supan erforschen wir Sprechen und Singen als überall-Sein. Zusammen entsteht ein Pulsieren aus Punkt und Sphäre, aus Sehen und Hören, aus Blicken/angeblickt-Werden und Sprechen/ angesprochen-Werden. In unserer Serie Choros setzen wir uns mit Chor als Raum, als Milieu aus Mitsprechen, Mitsingen, Mithören, Mitfühlen, Mitbewegen und Mitschauen, das weder vom Individuum noch vom Kollektiv ausgeht, auseinander.

III


Wir interessieren uns für den Chor in Choreographie und beschäftigen uns mit der abendländischen Geschichte des Chors, vor allem mit jener vor dem Beginn des Theaters. Der tanzende, singende, sprechende Chor auf einem Platz – Choros ist der altgriechische Name für den Chor wie auch für seinen Versammlungsort –, von dem man nicht sehr viel weiß, weil er nicht viele Spuren hinterlassen hat, ist in seiner Unbestimmtheit und Fremdheit eine Inspirationsquelle. In allen Arbeiten, aber explizit in der nach ihm benannten fortlaufenden Serie Choros, forschen wir danach, was ein Chor sein kann, der eigens für sich ist, keine Protagonisten kennt und nicht in eine theatrale Handlung eingefügt ist.

Dabei setzen wir weder einen bestimmten, nach der Ausdrucksform unterschiedenen Chor – Gesangs-, Sprech-, Bewegungschor – voraus, noch fragen wir nach dem Wer? des Chors. Wir versuchen auch nicht, die Spannung zwischen Individuum und Kollektiv zum Thema des Chors zu machen, sondern »chorisch« bedeutet für uns, im fließenden Zwischen der Teilnehmenden (und dazu gehören auch die BesucherInnen) zu arbeiten. Das heißt, miteinander Sprechen, Singen, Gehen als sich-aufeinander-Beziehen zu begreifen und an diesen sinnlich-materiellen Bezügen so zu arbeiten, dass sie nicht für etwas anderes (Mitteilung, Können) verwendet werden, sondern als solche primär und explizit (als ausgestellte erfahren, wahrgenommen…) werden. Einen Chor macht für uns aus, dass und wie sich die Teilnehmenden einander hörend und aufeinander schauend, miteinander sprechend, singend, sich bewegend wahrnehmen und sich für die zwischen ihnen entstehenden Klänge, Rhythmen, Kräfte etc. durchlässig machen. Münder, Augen, Ohren sind Öffnungen füreinander.

IV


Globalisierung als Transformation durch Technologie ist eine Sache der Welt als Raum und nicht mehr der fortschreitenden Zeit und damit der Geschichte mit ihrem Subjekt. Raum heißt in der Philosophie, in der Kunst und in der Physik seit langem Relativität und Relationalität. Es gibt in einem so verstandenen Raum keinen Mittelpunkt, die Bezüge sind primär. Wenn sich gerade jetzt Tanz und Choreographie am Raum abarbeiten und so inspiriert neue Formen, Intensitäten, Kräfte finden, dann betreiben sie damit auf ihre Weise eine Dezentrierung des Subjekts und suchen nach anderen Fluchtlinien. Im sich bewegenden und bewegt werdenden menschlichen Körper, der im Tanz und in der Choreographie als solcher im Zentrum steht, schwingen in aller Heftigkeit Fragen nach Unmittelbarkeit mit, die er auf- und verwirft. Wenn es aber nicht darum geht, diesen menschlichen Körper im Namen eines »post« zu »überwinden«, sondern tatsächlich woanders anzusetzen und Körper als Öffnungen, Sinn als in alle Richtungen gehendes sich-aufeinander- Beziehen zu denken und zu machen, dann ist der Tanz und die Choreographie nicht zufällig das Feld, in dem das stattfinden kann. Die bildende Kunst, vor allem die Geschichte der Skulptur ist deswegen oft Inspirationsquelle, weil in ihr das Verhältnis von Figur und Raum(wahrnehmung) explizit Thema wird, spätestens mit Giacometti und über die Minimal Art bis in die Installation.

Raumchor gesucht (OVER)

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Choros, Modellansicht

Für die zweite Etappe von Choros suchen wir Tänzer-, Performer-, SängerInnen mit professioneller Bewegungs-/Tanz- und Sprech-/Gesangserfahrung, die Lust auf präzise und intensive Chor-Arbeit, Sinn fürs Zusammenspiel und Freude an der Herausforderung haben.

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Choros, September 2016

Choros ist ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Chor als Einheit aus Ort, Bewegung und Stimme. Unsere Beschäftigung mit Choreographie und Chor ist sowohl von archaischen Chorformen aus der Zeit vor dem antiken Theater inspiriert, wie auch von einer Auseinandersetzung mit Raumkonzepten der Minimal Art und Judson Dance geprägt. Der Titel Choros stellt die Zusammengehörigkeit von Körper und Raum heraus, das Wort bezeichnete im Altgriechischen zugleich den Tanzchor wie auch den Tanzplatz. Im Unterschied zum gewohnten Verständnis des Chors als einer Gruppe von Menschen legen wir den Fokus auf die Elemente, die zusammen einen Chor im räumlichen Sinn bilden: auf Stimme, Bewegung und Ort. Aus diesen Elementen bauen wir eine Reihe chorisch-räumlicher Konstellationen, die sich zwischen Tanz, Skulptur und Konzert erfahren lassen. Der Text des dabei verwendeten Chorlieds wurde eigens und in einem stark rhythmisierten antiken Versmaß, dem Anapäst, geschrieben.

Alle Konstellationen in Choros sind von der Kreisform bestimmt, in jeder einzelnen Konstellation geht es darum, was ein Kreis sein kann – nicht als stillgestellte geometrische Form, sondern als fließender Rhythmus. Mit Raumchor und Kreis als Grundform arbeiten wir an unterschiedlichen Konstellationen aus Bewegung, Sprache/Gesang und Positionierung im Raum, sowohl des Chors wie der ZuschauerInnen. Choreographiert wird der gesamte Raum als Geschehen.

Probenbeginn: Dezember 2016 bis Anfang Juli 2017, anfangs jeweils ein Termin alle zwei Wochen zu jeweils 3–4 Stunden, Zeiten nach Vereinbarung, später öfter. Für Juli 2017 planen wir die Präsentation in Berlin. Die Arbeit wird honoriert.

Interessierte melden sich bei ms@moritzmajcesandraman.com

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Choros, Modellansicht

out of b/order Festival – SCORES N°12 @ Tanzquartier Wien 3.-5.11.2016

»In out of b/order gerät der Boden des Bekannten ins Wanken, seine Grenzen verschieben sich. Im Rahmen des Festivals werden Geschlechterrollen, Staatsgrenzen, kulturelle Zuschreibungen ausgelotet, um angefundene Realitäten – vehement, spielerisch, gemeinsam widerstreitend – zu konfrontieren. Eine vermeintliche Ordnung der Dinge löst sich auf, um einem beweglichen Territorium des Miteinanders Platz zu machen, das seine Konturen stets neu verhandeln und erfinden lässt – in einer Art Kontaktzone. So treffen über den Zeitraum des Festivals KünstlerInnen und TheoretikerInnen aus unterschiedlichen Geographien des erweiterten arabischen Raums – der MENA Region – und Europa zusammen.«

Vortrag »Festung / Europa, die Grenze zwischen Kunst und Politik« von Moritz Majce und Sandra Man

Freitag, 4. November 2016, 17.30 Uhr

Eintritt frei

Tanzquartier Wien
Museumsplatz 1
1070 Wien

Choros (2)

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Choros, September 2016

Choros ist ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Chor als Einheit aus Ort, Bewegung und Stimme. Der Arbeitstitel Choros benennt die Zusammengehörigkeit von Tanzchor und Tanzplatz im antiken Griechenland. Es ist strittig, ob das Wort den Ort oder den Chor meinte.

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Choros, September 2016

Wie Judson Dance und Minimal Art legen wir in unseren Arbeiten den Schwerpunkt auf die räumlichen Bezüge zwischen Körpern. Archaische Chorformen vor der Entstehung von Theater und Drama haben uns dabei auf die Idee gebracht, Chor und Choreographie nicht als darstellende, sondern als Raum-Kunst zu verstehen und zu machen.

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Choros, Chorlied, Auszug

In Choros arbeiten wir mit einem von uns so genannten Raum-Chor und dem Kreis als Grundform an mehreren Konstellationen aus Bewegung, Sprechen/Singen und Positionierung im Raum, sowohl des Chors wie der ZuschauerInnen. Der dabei verwendete Text wurde eigens dafür in einem stark rhythmisierten Versmaß, dem Anapäst, geschrieben.

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Choros, September 2016

Die erste zweimonatige Forschungsetappe mit einem achtköpfigen Raum-Chor haben wir gerade abgeschlossen. Wir danken Christine Börsch-Supan, Jana Elhardt, Kysy Fischer, Stella Maxeiner, Sonia Noya, Nina Olczak, Martin Weller und Marie S. Zwinzscher.

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Choros, September 2016