Archiv für den Autor: Moritz Majce

Sandra Man + Moritz Majce im WUK-Interview

Choros

Moritz Majce + Sandra Man im WUK-Interview: »… Choros heißt mehr und andere als bloß Einzelne sein, Versammlung. In Choros bestimmt das, was zwischen den Körpern passiert: das einander Empfinden, Wahrnehmen, Berühren, das aufeinander Hören und zusammen Tun. In der Versammlung entspringt immer wieder Raum füreinander, Choros ist nichts anderes als die prekäre Feier dieses einander Raum Lassens und Gebens …«

HOPE + Moritz Majce @ Pop Kultur Festival, Berlin 17.8.2018

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HOPE + Moritz Majce: Commissioned Work
Pop Kultur Festival Berlin

CONCEPT: HOPE + Moritz Majce VOCALS: Christine Börsch-Supan GUITAR: Phillip Staffa DRUMS: Fabian Hönes KEYBOARD: Martin Knorz SPACE CHOREOGRAPHY + VIDEO: Moritz Majce SOUND: Kilian Brand LIGHT: Frank Grunert

17. August 2018, 19:40–20:20 / 21:00–21:40 / 22:20–23:00

Pop Kultur Festival Berlin
Theater RambaZamba
Schönhauser Allee 36–39, 10435 Berlin

Adam + Eva (3)

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Modellansicht, 2018

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Modellansicht, 2018

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Modellansicht, 2018

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Modellansicht, 2018

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Modellansicht, 2018

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Modellansicht, 2018

Choros IV @ Montag Modus, Collegium Hungaricum, Berlin 16.4.2018

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Choros IV, Collegium Hungaricum Berlin

»Choros ist der Titel einer Reihe, in der sich Moritz Majce und Sandra Man dem Verhältnis von Körper, Blick und Raum widmen. Es ist der altgriechische Name für den Tanzplatz wie auch die Tanzenden. In Chorus I und II arbeiteten Majce und Man mit einem Raumchor aus TänzerInnen daran, einen Raum als fließende Bewegung um und mit Zuschauenden zu schaffen. In Choros III filmten sie mit einer Performerin im Gebirge und erkundeten die Möglichkeiten einer in den Zuschauerraum verlängerten Landschaft. In Choros IV installieren sie eine Abfolge choreographischer Filme, vertonen sie mit Sprache und Klang und setzen die Durchlässigkeit von Innen und Außen ins Zentrum: zwischen Hören und Sehen, Bild und Raum, Aussicht und Reflexion. Ein Ausgangsmotiv bildet die scaenae frons des antiken römischen Theaters, eine bemalte Wand hinter der Bühne, die erstmals den Blick des Publikums auf die dahinterliegende Landschaft unterbrach.

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Choros IV, Collegium Hungaricum Berlin


In der Zusammenarbeit von Majce und Man geht es um ein Schauen, das für sich steht. Dafür bauen sie neue Zuschauerräume. Was man darin sieht, hört, spürt, wahrnimmt, versetzt in den Modus des Schauens. Zuletzt in den Raumchoreographien Narkosis (Open Spaces, Uferstudios 2017), Koroška (Kunstraum Lakeside, Klagenfurt 2017), Narziss / Echo (imagetanz, Wien 2017), Festung / Europa (Sophiensaele 2015).«

16. April 2018, 20:30–21:00 Uhr

Montag Modus #18 This Is the Event and the Event is Many Things
Collegium Hungaricum Berlin (CHB)
Dorotheenstraße 12, 10117 Berlin

Eintritt frei

Adam + Eva (1)

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Michelangelo, La Creazione di Adamo, 1508–1512

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Albrecht Dürer, Adam und Eva, 1507

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Giovanni di Paolo, Creazione e Cacciata dal Paradiso terrestre, 1445

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Hieronymus Bosch, Garten Eden, 1500

Choros: Call for Performers 2018 (OVER)

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Choros, Modellansicht

Für die Raumchoreographie Choros suchen wir Tänzer- und PerformerInnen mit professioneller Bewegungs-/Tanz- und Sprech-/Gesangserfahrung, die Lust auf präzise und intensive Chor-Arbeit, Sinn fürs Zusammenspiel und Freude an der Herausforderung haben.

Die Essenz des Chors ist die Verbundenheit der Teilnehmenden untereinander. Diese Gemeinschaft zeichnet ihn aus und sie teilt er mit den ZuschauerInnen. In einer Gegenwart, die als individualistisch bis zum Narzissmus, detached bis zur Isolation und vereinsamt bis zur Depression erfahren wird, ist ein Gemeinsames ebenso fragwürdig wie anziehend und verführerisch. Wir sehen den Chor als eine Weise geteilter – auch mit den ZuschauerInnen – Freiheiten und Spielräume. Wir wollen mit den Räumen zwischen uns, zwischen den Zuschauenden und den Performenden spielen, jenseits von totalem Ichbezug und geschlossenen Gesellschaften mit dem Chor ein gemeinsames Offensein füreinander und für die ZuschauerInnen finden und spielerisch erkunden.

Choros ist ein künstlerisches Forschungsprojekt zum Chor als Einheit aus Ort, Bewegung und Stimme. Unsere Beschäftigung mit Choreographie und Chor ist sowohl von archaischen Chorformen aus der Zeit vor dem antiken Theater inspiriert, wie auch von einer Auseinandersetzung mit Raumkonzepten der Minimal Art und Judson Dance geprägt. Der Titel Choros stellt die Zusammengehörigkeit von Körper und Raum heraus, das Wort bezeichnete im Altgriechischen zugleich den Tanzchor wie auch den Tanzplatz. Im Unterschied zum gewohnten Verständnis des Chors als einer Gruppe von Menschen legen wir den Fokus auf die Elemente, die zusammen einen Chor im räumlichen Sinn – einen Raum-Chor – bilden: auf Stimme, Bewegung und Ort. Aus diesen Elementen bauen wir eine Reihe chorisch-räumlicher Konstellationen, die sich zwischen Tanz, Skulptur und Konzert erfahren lassen. Inspiriert vom archaischen Chor geht es bei Choros nicht nur um das Zusammenspiel aus Bewegung, Stimme und Raum und um die Gemeinschaft der Chor-Teilnehmenden untereinander, sondern auch um neue und andere Weisen des Verhältnisses von Chor und Publikum. Über das Gegenüber von Zuschauen und Rollenspiel hinaus suchen wir in Choros andere Formen der räumlichen und menschlichen Begegnung und der Teilhabe an einem Kunstwerk.

Die Konstellationen in Choros sind von der Kreisform bestimmt, in jeder Konstellation geht es darum, was ein Kreis sein kann – nicht als stillgestellte geometrische Form, sondern als fließender Rhythmus. Mit Raumchor und Kreis als Grundform arbeiten wir an unterschiedlichen Konstellationen aus Bewegung, Sprache/Gesang und Positionierung im Raum, sowohl des Chors wie der ZuschauerInnen. Choreographiert wird der gesamte Raum als Geschehen.

Zum bisherigen Verlauf: http://blog.moritzmajcesandraman.com/?cat=15

Probenbeginn: ab Mai 2018 in Blöcken. Aufführungen in Wien und Berlin: Oktober und Anfang November 2018. Die Arbeit wird honoriert.

Die zu singenden und sprechenden Texte sind in deutscher Sprache.

Interessierte melden sich bei ms@moritzmajcesandraman.com

Marita Tatari über Narkosis: Plastizität der Gegenwart

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Narkosis, Stillshot

»Wie ein unsichtbarer Sog richtet sich Narkosis an einen Punkt in uns, der innen und außen, Ich und Du zugleich ist. An dem Ich und Du der Zug einer Verbindung ist, aus der Zeit entspringt und Raum hervorgeht. Narkosis ist eine Versenkung in den relationalen Trieb, aus dem heraus Oberflächen entstehen, ein Eintauchen in die Kraft des Bezugs, aus der Realität hervortritt. Narkosis siedelt an der untersten Schicht des gegenwärtigen Moments, der Schicht des Erwachens der Gegenwart … «

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