Archiv für den Monat: Dezember 2013

Without One Another (for once and for all)

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Twist-Diagramm

Im Vorraum eines Theaters. Oder einer Galerie. Zuschauer_innen haben sich versammelt, warten darauf einzutreten. Schließlich öffnet sich der Eingang. Einer der Wartenden nähert sich, tritt ein, folgt einem Gang ins Innere, der ihn in einen kleinen Raum führt. Währenddessen schließt sich der Eingang hinter ihm wieder, trennt ihn von den anderen. Als er in der Mitte des Raums ankommt, öffnet sich dieser erneut auf einen verwinkelten Korridor hin, der ihn in einen weiteren Raum gleichen Aussehens führt. Wieder tut sich, diesmal an anderer Stelle, eine Öffnung auf, der Besucher setzt seinen Weg fort, betritt den nächsten Raum, findet sich in der gleichen Situation wieder. Und wieder schließt sich die Öffnung hinter ihm, wieder erwartet ihn ein weiterer Ausgang, ein weiterer Eingang, wieder durchquert er den Raum, um in den dahinter verborgenen Raum zu gelangen, um sich in der anscheinend gleichen Situation wiederzufinden. Und wieder schließt sich der Eingang hinter ihm, ein Ausgang öffnet sich …

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Modell, 1:40

Während er sich so von Raum zu Raum bewegt, dem eigentlichen Schauspiel entgegen, bewegt sich, vor seinen Blicken verborgen, der Raum auch um ihn herum. Viele stellen ihn für einen her, installieren ihn um ihn herum, bauen ihn sukzessive auf, während er auf seiner Suche voran schreitet. Es ist ihr Kraftaufwand, der seinen Raum in Stellung bringt, Drinnen und Draußen auseinander, die Aufteilung aufrecht und zugleich in Bewegung hält. Ein ausgesetzter Körper, der sich fortlaufend am selben Ort wiederfindet, einräumende Körper, die hinter den Kulissen den scheinbar gleichen Ort immer wieder von neuem entstehen lassen.

Und was geschieht, wenn sie aufeinander treffen?

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Twist-Diagramm