Choros VI – ZuschauerInnentraining mit Gabrielle Cram 29.11.2018

4

Foto: © Rasmus Bell

29.11.2018, ab 14.30 Uhr

Somatic Spectator Training mit Gabrielle Cram

im Installationssetting von Choros VI
District Berlin, Bessemerstraße 2-14 12103 Berlin

Anmeldung: ms@moritzmajcesandraman.com

Somatic Spectator Training (Open Level) ist eine Raumanwendung als Bewegungspraxis im installativen Setting von Choros VI, die den eigenen Körper für Raum, Beziehungen und Schwerkraft sensibilisieren möchte. Explorativ wird mit einfachen Scores und Übungen mit Schwerpunkten aus der Körperarbeit mit den Performerinnen das kinästhetische Erleben der bestehenden Performance im Raum mit dem eigenen Körper erforscht. Damit wird die eigene Wahrnehmung als Form der aktiven Teilhabe auf mögliche Rezeptionsweisen eingestimmt. Die Idee des Angebots ist eine körperlich-räumliche Vorbereitung, die die Möglichkeiten des »ZuschauerInnen«-Seins bewusst in die Wahrnehmungsebene erweitert, vertieft und verändert. Es richtet sich an alle Interessierten und es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das Sprachangebot ist Deutsch und Englisch.

Gabrielle Cram, geboren in Falkirk, Schottland, lebt und arbeitet als Damaturgin für zeitgenössischen Tanz und Performance in Wien. Sie forscht im Bereich transpersonaler Agency von transmedialen Allianzen und betreibt angewandte Bewegungsrecherche von mixed abled Strategien. Sie ist ausgebildete DanceAbility Instruktorin, eine Bewegungsform dessen Prinzipien sich auf die Anfänge der Contact Improvisation beziehen und welche die Diversität und Singularität tanzender Körper als Möglichkeitsraum begreifen. In all ihren Praxen nimmt das Bespielen transdisziplinärer Felder und Praxen der Übersetzung — zwischen Genres, Räumen, Sprachen, Orten, Zeiten — eine wichtige Rolle ein. Ihre Tätigkeit ist von der Anwendung verschiedener Formen von Mediation geprägt sowie dem Schaffen von Verhandlungsräumen und Kontaktzonen für noch offene Prozesse.

Als Dramaturgin leitete sie von 2014-17 die Abteilung Dramaturgie und Research am choreografischen Zentrum Tanzquartier Wien und ist Mitglied des Kollektivs ttp – Tanz Theater Performance (Produktion, Training und Research) WUK. Sie arbeitet als Übersetzerin und Künstlerin sowie als Kuratorin für Performance und performative Ausdrücke am Festival für elektronische Musik und progressive Performance am donaufestival in Krems (2012-14) sowie für die zeitgenössische Kunststiftung Thyssen-Bornemisza Art Contemporary (2005-08) in Wien. Forschungs- und Publikationstätigkeit im Bereich des Verlernens im Zusammenhang de-kolonialer Praxen, Narrative Hacking und Transkulturalität. Studium der Romanistik, Kunstgeschichte, Theater-, Film- und Medienwissenschaften an der Universität Wien, als auch Konzeptkunst und Kulturwissenschaften an der Akademie der Bildenden Künste Wien. https://cominghome.dance